Wie kann ich mein alt werdendes Tier fit halten? Teil 2

Montag, 17.Oktober 2016 um 10:39 Uhr, bisher keine Kommentare

Neben der Ernährung gibt es natürlich noch einen weiteren wichtigen Faktor, der Einfluss auf die Fitness des Tieres hat: die richtige Bewegung.

Dafür gibt es einige Übungen, die man mit seinem Tier vornehmen kann, um die Beweglichkeit und Kraft zu erhalten und damit auch die Knochen und Gelenke zu schonen.
Am meisten kann man bei Hunden tun, wobei viele der Übungen auch mit kooperativen Katzen funktionieren, insbesondere mit Hilfe eines Clickers.

So kann man durch „Sitz-Steh-Platz“-Übungen die Beweglichkeit und die Muskulatur der Hintergliedmaße stärken.
Auch andere „Tricks“ können sehr gut für die Muskulatur sein; Männchen, Pfoten geben (auch die hinteren) und alle anderen Tricks, bei denen sich das Tier bewegen muss, sind hilfreich.
Bei den Gassigängen ist es sowohl für die Gesundheit als auch das Interesse des Tieres gut, wenn verschiedene Untergründe durchlaufen werden, z.B. Asphalt, Kies, Sand, Wasser, Gras… das fördert Konzentration, Koordination und Muskelkraft. Auch, den Hund in verschiedenen Tempi laufen zu lassen und Bewegungsübergänge einzubauen, ist sowohl für den Körper als auch für den Geist förderlich.
Clickertraining und Futtersuchspiele lasten das Tier auch im Kopf aus und helfen, das Gedächtnis und die Konzentration zu schulen.
Bei Katzen sind Bewegungsspiele wie die Spielangel, der Laserpointer oder elektrische Mäuse ebenfalls nicht zu verachten und für Muskelkraft und Beweglichkeit hilfreich.
Freigängerkatzen haben hier einen kleinen Vorteil, da sie sich in der Regel ohne Zutun des Menschen automatisch mehr bewegen als Wohnungskatzen.

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Aber auch für Pferde gibt es einige Möglichkeiten, die Erhaltung im Alter zu fördern.
Gezieltes Rückwärtsrichten tut den Knien und der Muskulatur in den Hintergliedmaßen gut, Stangenarbeit fördert Koordination und Beweglichkeit und auch hier sind verschiedene Tempi und Bewegungsübergänge äußerst förderlich für den Körper.
Steigungen, Gefälle und unterschiedliche Untergründe trainieren die Muskulatur und sorgen für Abwechslung beim Ausritt. Biegungen und Seitwärtsgänge halten das Tier lange beweglich.
Bodenarbeit tut Körper und Geist gut und ich habe mittlerweile häufig gesehen, dass auch Pferde viel Spaß am Clickertraining haben können.

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Generell gilt – wie bei alternden Menschen auch – je mehr körperliche und geistige Beschäftigung Ihr Tier hat, desto länger wird es fit und gesund bleiben. Liegt oder steht es den ganzen Tag herum, langweilt sich und sieht und tut immer nur das gleiche, wird es schneller verkümmern.

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